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Auf einen Blick

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Wer ist das denn?

Mein Name ist Florian Gottschalk. Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit meiner Frau, meinem Sohn und unserem Hund im Pastorat. Seit Februar 2015 bin ich Pastor in der Kirchengemeinde Curau. Genau genommen bin ich Pastor im Probedienst. Das heißt, dass ich nach 3 Jahren im Amt die Bewerbungsfähigkeit erlange und meine Stelle in Curau ausläuft. Das heißt aber nicht notgedrungen, dass ich die Gemeinde verlasse, denn sowohl der Kirchengemeinderat als auch ich können sich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit entscheiden.

Bisher kann ich sagen, dass ich mich in Curau sehr wohl fühle. Ich habe einen tollen, tatkräftigen Kirchengemeinderat an meiner Seite und habe Kontakte zu vielen netten Menschen, die Lust und Energie haben, Gemeindearbeit lebendig zu leben und zu gestalten. Ich fühle mich in Curau richtig zuhause und weiß unser charmantes, altes Pastorat genauso zu schätzen wie unsere ehrwürdige und doch freundliche Kirche. Auch genieße ich die Überschaubarkeit meiner "kleinen" Gemeinde und bin überrascht, wie viele Gemeindeglieder ich in den vergangenen Jahren schon kennengelernt habe.

In meiner Freizeit bastle ich gern mit Holz, pflege unser Haus und unseren Garten, gehe mit unserem Hund spazieren oder mache Sport. Außerdem reisen wir gerne und entdecken fremde Länder.

Was macht der eigentlich den ganzen Tag?

Eine Frage, die tatsächlich Menschen oft stellen, die wenig am kirchlichen Leben teilnehmen. Von daher beantworte ich die Frage gerne: Als Pastor bin ich geistlicher Leiter der Kirchengemeinde. Mir steht das Recht zu, zu predigen und die Sakramente (Taufe und Abendmahl) zu verwalten. Auch als Seelsorger bin ich ausgebildet und so bin ich viel in meinem Gemeindegebiet unterwegs um mit Gemeindegliedern ins Gespräch zu kommen und auch mit solchen, die es noch werden können. Zu runden und Halbrunden hohen Geburtstagen besuche ich unsere Mitglieder, ab 90. zu jedem Geburtstag und zu runden Ehejubiläen. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten feiere ich natürlich auch Trau-Gottesdienste und Trauerfeiern, zu denen jeweils ausführliche Gespräche gehören.

Neben Gottesdienst und Seelsorge stellt die Gemeindepädagogik ein weiteres Aufgabenfeld da: Los geht es bei der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, wo ich beispielsweise alle zwei Wochen eine Bibelstunde mit den Kindern abhalte und ihnen biblische Geschichten nahe bringe. In der Jungschar bin ich Teil eines Teams, die jeden Freitag für Kinder ein Programm auf die Beine stellt, das den Kindern Spaß macht und ihnen gleichzeitig hilft, im Glauben einen festen Halt im Leben zu finden. Mit zwei Konfirmandenjahrgängen, die ich durch fast zwei Jahre Konfirmandenunterricht führe, habe ich einen weiteren Baustein in unserer pädagogischen Arbeit in der Hand. Neben dem Unterricht gestalte ich auch Freizeiten und Ausflüge - immer in Zusammenarbeit mit jugendlichen Teamern und dem Jugendmitarbeiter. Für Erwachsene haben wir Glaubenskurse im Angebot und für Senioren die Gemeindenachmittage, die ich organisiere und zu denen ich häufig Vorträge und Andachten vorbereite. Zwei Wochen im Jahr bin ich außerdem zuständig für die Notfallseelsorge im Kirchenkreis.

Neben all dieser sichtbaren Gemeindearbeit macht auch die Verwaltung der Pfarrstelle einen nicht unerheblichen Teil meiner Arbeitszeit aus. Obwohl unsere Sekretärin Frau Lüthje gut organisiert und eigenständig arbeitet, gibt es doch viele Situationen, in denen ich als Pastor gefragt bin. Im Kirchengemeinderat bin ich der erste Vorsitzende und koordiniere die Arbeit der Fachausschüsse, von denen ich einigen selber angehöre.

All diese Tätigkeiten machen den Pastorenberuf so vielseitig und interessant, aber auch intensiv und umfassend. Ich könnte ihn nicht ausüben, wenn ich mich dabei nicht von Gott berufen und getragen fühlen würde.