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Konfirmandenunterricht in Curau

Das Angebot des Konfirmandenunterrichts richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren. Er wird verantwortlich geleitet und durchgeführt von Pastor Gottschalk. Der "Konfer" beginnt jedes Jahr nach den Sommerferien und endet mit der Konfirmation am Palmsonntag im jeweils übernächsten Jahr. In diesen anderthalb Jahren lernen die Jugendlichen die zentralen Themen des christlichen Glaubens kennen. Sie sind eingeladen, sich in dieser Zeit selber auf die Suche nach Gott zu machen und ihre eigenen Antworten auf wichtige Fragen des Glaubens und des Lebens finden. Dabei soll der Spaß jedoch nicht zu kurz kommen. Geachtet wird auch auf eine angenehme, konstruktive Atmosphäre in der Gruppe. Zum Ablauf des Konfirmandenunterrichts gehört auch der regelmäßige Besuch von Gottesdiensten, sowie die Teilnahme an einer Anfangs- und einer Abschlussfreizeit.

Eingeladen sind Jugendliche aller Konfessionen. Die Taufe ist keine Bedingung für die Teilnahme und kann, bei denen, die am Ende konfirmiert werden wollen, nachgeholt werden. Die Teilnahme am Konfer ist grundsätzlich kostenlos. Lediglich für die Freizeiten entstehen geringe Kosten.

Der Konfirmandenunterricht findet in Curau immer im zweiwöchigen Rhythmus statt für jeweils zwei Stunden. Immer Donnerstags, von 16:30 bis 18:30 Uhr im Gemeindehaus.

Wer sich nicht sicher ist, ob er am Konfer teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, probeweise reinzuschnuppern!

Unsere aktuellen Konfer-Jahrgänge:

2017-2019     12 Konfirmand/innen, Konfirmation: 14. April 2019 um 10.00 Uhr Kirche zu Curau

2018-2020     24 Konfirmand/innen, Konfirmation: 04./05. April 2020 jeweils um 10.00 Uhr Kirche zu Curau


Syrer im Konfer

Unter Vermittlung und Moderation von Axel Petermann aus Schwinkenrade sind unsere Hauptkonfirmanden zu einer besonderen Begegnung eingeladen worden: Zwei Syrische Flüchtlinge sind  in den Konfirmandenunterricht gekommen. Nach einer Vorstellungsrunde hatten die Konfis Gelegenheit, den beiden alle Fragen zu stellen, die sie interessiert haben. Über ihre Familie, ihre Erfahrungen mit Haustieren und Männern mit Bärten haben die beiden ebenso Rede und Antwort gestanden wie zu ihren Beweggründen, trotz Gefahren ihre Heimat zu verlassen. Vor allem die Angst, die die beiden begleitet hatte, hat die Konfirmanden sichtbar nachdenklich gestimmt. 

Um sich vorstellen zu können, wie man sich in einem Schlepper-Schlauchboot fühlt, haben sich die Konfirmanden auf ähnlich engem Raum zusammengesetzt (Bild). 

 Die Begegnung hat unseren Konfirmanden die Augen geöffnet für die einzelnen Schicksale, die sich mit jedem geflüchteten Menschen verbinden, wie auch ihre eigene Privilegiertheit, in einem freien Land ohne Krieg leben zu dürfen. 


Konfiausflug nach Hamburg

Konfigruppe im Hamburger Rathaus

Am 10. Dezember 2016 haben 16 Hauptkonfirmanden, zusammen mit 3 Teamern und Pastor Gottschalk die Großstadt Hamburg besucht. Am Hamburger Hauptbahnhof angekommen, nahm sie der erfahrene Stadtführer Bernhard Lang in Empfang, der ihnen das Leben in der Hansestadt in ihren verschiedenen Facetten vor Augen führte. Erkundet wurde der prunkvolle Jungfernstieg mit Blick über die Alster, die Alsterarkaden und das Rathaus. Einen Kontrast bildete dann der Stadtteil St. Georg mit seinem Muslimischen Viertel, den arabischen Läden und fragwürdigen Dienstleistern. Auch dem katholischen St. Mariendom wurde ein Besuch abgestattet samt Kolumbarium. 


Mit der Hochbahn ging es weiter in den Trabanten-Stadtteil Steilshoop, wo die Gruppe durch Plattenbau-Schluchten ihren Weg zur Moschee fand und sich den Gebetsraum erklären ließen.

Schließlich kam die Gruppe am Martin-Luther-King-Gemeindehaus an, wo sie von Pastor Andreas Holzbauer und zwölf geflüchteten Menschen in Empfang genommen wurden und mit einer warmen Mahlzeit willkommen geheißen. Im Gespräch in der großen Runde haben die Konfis zuerst sich und ihre Dörfer vorgestellt, wobei die Flüchtlinge ebenso interessiert waren an unserem Lebensstil, wie die Konfis an ihren Geschichten.


Spannend wurde es, als die Flüchtlinge, die vorwiegend aus dem Iran stammten, von ihren Beweggründen sprachen, nach Deutschland zu kommen. Es war bedrückend und erschütternd, als sie von dem rigorosen Vorgehen der islamischen Sittenpolizei berichteten. Umso größer war ihre Erleichterung zu spüren, nun in einem freien Land leben zu dürfen. Die meisten von ihnen haben nicht nur die Freiheit in unserem Land zu schätzen gelernt, sondern auch diese Freiheit genutzt, um sich in der Taufe zu ihrem christlichen Glauben zu bekennen.

Nach diesen tiefgreifenden Erfahrungen blieb leider nur noch wenig Zeit für den Stadtbummel. Ein langer, anstrengender, aber schöner Tag ging zu Ende mit vielen bleibenden Eindrücken.